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Über Trends an allen Gerätefronten



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Gesellschaftlicher Wandel, technologische Quantensprünge und steigende Ansprüche. Mitten drin im Zukunftsgeschehen: die Ingenieure von V-ZUG. Stephan Keller, Leiter Entwicklung im zweiten Interview, befragt zu Trends, Szenarios und über einen Begriff, der vieles auf den Punkt bringt: Simplexity.

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Stefan Keller

 

INTERVIEW MIT STEPHAN KELLER, LEITER ENTWICKLUNG V-ZUG


 

 

In wie weit fordert Sie die Komfortgesellschaft: alles immer einfacher und schneller?

Es gibt zwei Trends, die entgegengesetzt verlaufen, die aber beide denselben Personenkreis betreffen:
Kochszenario an den Wochenenden: Speisen zubereiten, hoch anspruchsvoll, nach Rezepten vom Spitzenkoch, dann aber auch sehr gesund kochen, etwas ausprobieren, das Kochen als sozialen Event erleben, oder auch ganz einfach etwas richtig gut machen ist nach wie vor im Trend.
Und auf der anderen Seite ist genau die selbe Klientel, der genau gleiche Kunde, der unter der Woche genau all das eben nicht will. Dann möchte er nicht für höchste Ansprüche kochen, sondern einfach pragmatisch. Ich denke, den Spagat abbilden zu können, ist eine wichtige Kunst.
Wir gehen auf beide Nutzersituationen ein und orientieren uns dabei am Konzept der SIMPLEXITY. Das heisst mit einer einfachen Bedienung an der Gerätefront befehligt der User eine sehr weit entwickelte und komplexe Technologie im Hintergrund und setzt damit komplexe Prozesse in Gang. Im Hintergrund ist alles hoch anspruchsvoll, was auch notwendig ist, damit das Resultat unserer hohen Ansprüche genügt. Den Kunden möchten wir damit nicht belästigen. Er soll das perfekte Ergebnis haben. Das versuchen wir mit dem Wort Simplexity abzubilden.

Simplexity ist die Schnittstelle zwischen komplexem Know-how von V-ZUG, die im Hintergrund läuft und einfacher Bedienung für den Kunden.

Ein Treiber ist der Trend zur «Aging-Society» mit älteren Menschen, wo die einfache Bedienung an Bedeutung gewinnt.


Was sagen Sie zum Trend offene Wohnküche. Was sind die Herausforderungen für die Geräteentwicklung?

Beim Wohntrend mit offenen Wohnküchen steht die Frage der Lüftung im Vordergrund. Auch die Sichtbarkeit ist ein Thema. Man wünscht beispielsweise keine störenden Hauben über Kochinseln und daraus entsteht die Idee, den Dampf nach unten abzuziehen. Die Lösung sind Downdraft-Systeme. Ein anderer Trend in diesem Zusammenhang ist das Thema Textilpflege im Wohnraum. In einigen Exportmärkten geht es da zügig vorwärts. Da haben wir die Herausforderungen Maschinengeräusche und den starken Geruch der Waschmittel, sowie die Themen Design und Individualisierung. Wenn wir architektonisch eine bestimmte Designausstattung antreffen, möchten wir die Geräte nicht unbedingt als Fremdkörper sehen.

Mehr Informationen zum Tischlüfter 

Freistehende Geräte, ein Thema bei V-ZUG?

Wir sind ein Highend-Anbieter mit Konzentration auf Einbaugeräte. Deshalb bieten wir fast keine „stand alone“ Geräte an. Dies wäre ein schwieriges Thema, weil wir damit in ein tieferes Preissegment vorstossen würden. Wir versuchen das Thema „stand alone“ Geräte maximal über die Marke Sibir abzubilden. Sie ist für uns eine Handelsmarke, die uns hohe Freiheiten erlaubt, was die Preispositionierung anbelangt.


Was sagen Sie zum Trend in Richtung gesunder Ernährung?

Was die Ernährung anbelangt und was wir als Gerätehersteller beitragen können, gehen wir auf dem eingeschlagenen Weg weiter. Der Gesundheitsaspekt ist Teil unserer DNA. Schon mit Dampf versuchen wir dies zu adressieren. Auch Mikrowellen sind, was gesundes Kochen anbelangt, vorteilhaft. Das mag erstaunen. Es ist eine Beheizungsart die in Kombination mit Dämpfen sehr vitaminschonend ist.

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Wie adressieren Sie den Trend zu immer mehr Vielfalt in der Kulinarik?

Ich glaube, dass die inhaltliche Vielfalt bereits sehr gut abgebildet ist mit den Themen Prozesse und Rezepte. In Kombination mit der Vernetzung haben wir gute Möglichkeiten in all den Ländern mit unterschiedlichen Esskulturkreisen massgeschneiderte Lösungen anzubieten. Und damit wächst auch die Bedeutung der Individualisierbarkeit und die des Communitygedankens. Ich glaube, dass es relativ wenige physische Anpassungen gibt von Land zu Land. Eine physische Anpassung könnte die Geräte-Dimension sein. Beispielsweise bei einem Garraum im USA-Markt ist eine „Turkey-Grösse“ gefragt.


Was können Sie uns über die Trends beim Thema Mega-Luxus sagen?

Hier spielt vor allem die Materialisierung eine Rolle. Welche Materialien werden im sichtbaren und im halbsichtbaren Bereich eingesetzt. Diese Differenzierung ist speziell relevant, aber auch Prozesse und Funktionalität. Hier bewegen wir uns in Richtung Luxusklasse.


Was sagen Sie zu den Trends im Bereich Ökologie?

Der Trend hin zu ökologisch optimal arbeitenden Produkten wird unvermindert weiter gehen. Das Thema bietet wenig Stoff für neue, spannende und disruptive Geschichten. Dennoch gibt es immer wieder Themen mit Potential. Etwa aus der Forschung im Isolationsbereich mit neuen Materialien. Dazu effizientere Wärmetauscher und Kompressoren im Wärmepumpenbereich und so weiter.


Was sagen Sie zum Thema SmartHome?

Das Thema ist sehr spannend und aktuell. Wir haben unsere Gedanken und Aktivitäten dazu in einem separatem Beitrag niedergeschrieben.

Herr Keller, wir danken Ihnen für das Gespräch und freuen uns auf den nächsten Beitrag zum Thema SmartHome.

 

Lesen Sie auch das erste Interview mit Stephan Keller zum Thema Produkt-Weltneuheiten:

V-ZUG bringt immer wieder Produkt-Weltneuheiten „Made in Switzerland“ hervor. Wer steckt dahinter und wie muss man sich den Weg von der Idee zur ausgereiften Weltneuheit vorstellen? Hier geht’s zum Beitrag

 

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